Daumenkino Anleitung

Es ist nicht mehr so angesagt wie früher, dafür immer noch genau so spaßig und freudebringend. Es ist auch oftmals, überraschenderweise, Inhalt des Kunstlehrplans einer Schule. Die Rede ist von nichts Geringerem als dem Daumenkino.

Bevor es los geht

Bevor man sich direkt an das Zeichen von einem selbst entworfenen Film macht, sollte man für wertvolle Gedanken kurz Inne halten. Man sollte sich Überlegungen machen, wie beispielsweise, was man genau zeichnen möchte. Die Möglichkeiten reichen bis in das Unendliche, dies reicht vom Entchen auf dem Teich bis hin zum Formel 1 Rennwagen. Nachdem man sich sicher ist, was man für eine Figur entstehen lassen möchte, sollte man darüber nachdenken, in welcher Situation sich die Figur wieder finden soll. Hierfür sind der Fantasie keine Grenzen gesetzt. Es kann Beispielsweise ein Wald oder auch der Markusplatz in Venedig sein.

Die Grundlage und der Baustein wären nun schon mal gesetzt

Man weiß nun was genau man für einen Film produzieren möchte. Gegebenenfalls kann man sich hierzu auch noch Notizen machen, um die Handlung später nicht zu vergessen, weil nun Handarbeit ins Spiel kommt. Ein selbstgemachtes Daumenkino ist natürlich mit Arbeit verbunden. Man nehme sich nun einen Stapel von Papier zur Seite, wie vorzugsweise Din A4 Blätter, und fängt nun an zum Beispiel 3 auf 5cm große Rechtecke aufzuzeichnen. Diese Rechtecke stellen den Bereich dar, in dem sich die Szenen der Figur abspielen. Je nach dem wie aktiv die Person im Film sein soll, braucht man auch eine gewisse Anzahl an aufgezeichneten Rechtecken. Hierbei sollte man möglichst genau zeichnen.

Ist nun diese Arbeit verrichtet, zeichnet man mit verschiedenartigen Stiften seine gedanklich ausgemalte Figur und die Umgebung in die Rechtecke ein. Zu beachten ist hier, dass die Bewegungen der Figur sich nur minimal von den Bewegungen der vorangehenden Szene unterscheiden sollen. Grund dafür ist, dass die Bewegungen der Person im Bild so natürlicher und flüssiger wirken.

Hat man nun die Szenen aufgemalt, so schneide man die Rechtecke aus. Hierbei sollte man ebenso genau arbeiten! Nun legt man diese Rechtecke 1:1 (nicht überlappend) auf einander und takkert mit Takkernadeln die linke Seite des Papierstapels fest. Dies ist auch der Bereich, den der Zuschauer festhält, um den Film ansehen zu können.

Nun viel Spaß bei der Entwicklung eines oscarreifen Filmes.

Comments are closed.